oral history


Warum ist Krieg so brutal? Wie ändert sich die Rolle der Frau im Krieg? Mit welchen Gefühlen ziehen Menschen in den Krieg?
Drei von 14 Fragen zur Mentalitätsgeschichte des 1. Weltkriegs, dessen Ausbruch sich im August zum 100. Mal jährt. Diese Fragen sind auf der hervorragend gestalteten Seite www.14-tagebuecher.de zu finden, die Hintergründe zur vierteiligen Sendereihe "14 Tagebücher des Ersten Weltkriegs" liefert.
Die Sendetermine: 27. und 28. Mai im Ersten.
Hinter diesem Projekt steckt der Anspruch, die Ereignisse aus der Sicht der Menschen zu erzählen, die diese "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts" selbst erlebt haben. Berührend erzählt, aber multimedial aufbereitet.
Oral history als wissenschaftliche Disziplin hat sich ohnehin verändert. Zeitgenössische Überlieferungen bleiben zwar wichtige Zeugnisse der historischen Ereignisse, müssen aber wissenschaftlich eingeordnet und interpretiert werden, da die pure Erinnerung, so spannend und lehrreich sie sein mag, sich im Laufe der Jahre und Jahrzehnte trübt.
Das Stöbern auf den Seiten von "14 Tagebücher des Ersten Weltkriegs" und das Sichten der vier Folgen führte dazu, selbst einmal tief in der Familiengeschichte zu graben. Was ist vorhanden an Erinnerungen, Fotos, Dokumenten? Gar nicht mal so wenig: Bilder vom Urgroßvater in Uniform und Berichte von der Großmutter (aufgezeichnet 1984, hier:), die vor 100 Jahren ein 10jähriges Mädchen war.
Nur so als Anregung.....



Sherlock for President!

Baker Street 221b, London, NW1 6XE, England.
Dr. Watson und Mr. Holmes diskutieren über einen neuen Fall.
Watson: "Du willst mich abschrecken?"
Holmes: "Aber nein, ich will dich anwerben!"
Letztendlich ist das Anwerben nicht nötig. Serienjunkies und Krimifreunde jiepern ohnehin dem Starttermin der neuen "Sherlock"-Folgen entgegen.
29. Mai "Der leere Sarg"
8. Juni "Im Zeichen der Drei"
9. Juni "Sein letzter Schwur".
Freunde, da kommt was auf uns zu!
Die neuen Folgen "Sherlock" mit Benedict Cumberbatch und Martin Freeman sind NOCH schneller, NOCH brillianter, NOCH humorvoller.
Schnitt, Inszenierung, Plot - mitreißend.
Dialoge, Darstellung, Regie - fantastisch.
Holmes, dieser hochbegabte Soziopath, würde sagen: "Nun mein Lieber, Sie scheinen begeistert."
"Yepp!"


Starke Frauen

Wer war Clara Immerwahr?
Die Google Suche ergibt 41.500 Treffer. Die für ihren Ehemann Fritz Haber hingegen 762.000.
Wenig überraschend. Haber war ein berühmter Mann: der Chemiker entwickelte das Giftgas, das im 1. Weltkrieg eingesetzt wurde und Unzählige an den Fronten verrecken ließ, er war Nobelpreisträger, Aufsichtsrat der IG Farben und Leiter der Deutschen Gesellschaft für Schädlingsbekämpfung Degesch, aus deren Labors 1920 der Zyklon B-Vorläufer kroch.
Zwischen 1901 und 1914 hieß seine Ehefrau Clara, geb. Immerwahr. Ebenfalls Chemikerin. Möglicherweise sogar weitaus talentierter als ihr Mann. Aber in einer falschen Zeit geboren. Ihre Versuche, sich in der Männerwelt an Universitäten und in Labors einen Platz zu verschaffen, scheiterten auf ganzer Linie.
Die ARD-Produktion zeigt dieses Scheitern auf, in dem sich der Film auf ihre Person konzentriert. Ihre Versuche, ihren Kampf und die letztendlich vergeblichen Bemühungen ihren Mann davon abzubringen, Giftgas für das Militär zu entwickeln.
Katharina Schüttler gibt der Protagonistin auf leichte Weise Tiefe und sollte häufiger Hauptrollen bekommen! Im Interview erklärt sie, wie intensiv sie sich mit Clara Immerwahr auseinandergesetzt hat. Eine Frau, deren Wirken durch diesen Film einer breiteren Öffentlichkeit bekannter werden sollte.
Die Google Suche für Katharina Schüttler ergab übrigens 190.000 Treffer.
Es geht also aufwärts!


Mut tut gut!

Zivilcourage ist uns ein Anliegen!
Das Netzwerk "Tu was! Zeig´ Zivilcourage!" existiert seit Sommer 2011 und hat sich zum Ziel gesetzt, Zivilcourage stärker in der Öffentlichkeit zu verankern.
Gar nicht so einfach - aber machbar!
Durch die Teilnahme vieler Gruppen, Vereine, Verbände, Firmen und Organisationen konnten Veranstaltungen durchgeführt, Kampagnen organisiert und Aktionen geplant werden. So ist die Initiative ihrem Ziel tatsächlich ein Stück näher gekommen.
Am 19. September findet zum dritten Mal der "Tag der Zivilcourage" in Bremen statt; im Herbst folgt uns der befreundete Verein "Fabian Salars Erbe" und veranstaltet den 2. "Bundeskongress Zivilvilcourage".
Nun haben wir (endlich) einen Teil unserer Audiospots fertiggestellt.
Wurde auch Zeit!




Hut ab, Herr Pilawa!

So ist das manchmal mit der Zukunft. Kaum hat sie begonnen, ist sie schon wieder vorbei.
Zumindest technisch. Die Idee, das Internet mit dem Fernsehen nicht nur zu verknüpfen sondern die große Gemeinde der User direkt an der Gestaltung der Sendung zu beteiligen, ging laut Jörg Pilawa "in die Hose". Gleich zwei Mal und niemand weiß, wie und ob es weitergeht mit dem "Quizduell", das ohnehin lediglich für drei Wochen angesetzt war.
Häme war jedoch nicht zu finden. Weder bei meedia.de noch bei SPON und anderen - eher Respekt vor den Rettungsversuchen von Jörg Pilawa. Und das zurecht.
Wohl kaum etwas im Leben eines Moderators verursacht mehr Stress als live mitgeteilt zu bekommen, dass sich die gesamte Planung gerade in Luft auflöst. Da kann man seinen Studiogästen noch so viele Fragen stellen. Spannend bleibt nun, ob das Experiment sang- und klanglos eingestellt wird oder die IT noch die Kurve kriegt. Vorstellbar, dass bei einem kompletten Scheitern weitere Planungen bezüglich Zukunft in dieselbige wandern. Dorthin, wo nie ein Mensch zuvor.....
Na dann: Hut wieder auf!