Schau hin

Nichts hat sich so sehr verändert in den letzten Jahren wie das Medienverhalten von Kindern und Jugendlichen. Wahrscheinlich ändert es sich gerade in diesem Moment schon wieder.
Was gestern aktuell ist heute out.
Spannende Einblicke gibt die "Kids Verbraucher Analyse" 2014 - kurz: KVA, zu der der Bremer Medienpädagoge Markus Gerstmann vom Servicebureau Jugendinformation im Interview seine Einschätzung gab.



Dazu passt: In Kooperation mit der Initiative "Schau hin - Was dein Kind mit Medien macht" erarbeiten wir zurzeit Berichte und Hörfunkelemente zum Thema Medienverhalten. Wir beeilen uns!

Poppies

Haben wir wirklich unsere "Lektion gelernt", wie Bundespräsident Joachim Gauck es in seiner Rede während der Gedenkfeier in Lüttich sagte? Dazu einige Meldungen des Tages:

4. August 2014
Die Rheinmetall AG erwartete in diesem Jahr einen Reingewinn von 40-50 Millionen Euro durch den Bau eines Gefechtszentrums in Russland. Durch das (vorläufige?) Veto der Bundesregierung zeigt sich der Rüstungskonzern verschnupft und erwägt Klage auf Schadenersatz.
Frankreich zeigt sich insgesamt wenig bereit, bereits beschlossene Rüstungsgeschäfte zu stoppen.
Währenddessen beginnt Russland mit einem Großmanöver an der Grenze zur Ukraine.
Die Nachrichten vom Bürgerkrieg in Syrien reißen nicht ab.
Eine selbst verordnete siebenstündige Waffenruhe im Israel-Gaza-Konflikt hält in diesen Minuten an.
Keine Pause hingegen bei der Terrormiliz IS im Nordirak, die weitere Gebiete erobert.

4. August 1914
Deutsche Truppen dringen nach Belgien ein.
Großbritannien erklärt Deutschland den Krieg; damit befinden sich (außer Italien) alle europäischen Großmächte im Krieg.
Der Deutsche Reichstag stimmt geschlossen für die Gewährung von Kriegsanleihen und beschließt insgesamt 17 Kriegsgesetze.
Der Rüstungskonzern Rheinmetall fährt die Produktion hoch und erweitert die Zahl der Beschäftigten. Waren es zu Beginn des Krieges 8000 wächst die Anzahl auf 48000 bis 1918.

Gauck weiter: "Wir können nicht gleichgültig bleiben, wenn Menschenrechte missachtet werden, wenn Gewalt angedroht oder ausgeübt wird." Ein Appell. Nicht mehr, nicht weniger. Man möchte ergänzen: es braucht mehr Zivilcourage in unserer Gesellschaft, wie diese aktuelle Kolumne klug fordert.

Die Gedenkveranstaltung in Lüttich brachte einige europäische Spitzenpolitiker und Vertreter der Königshäuser zusammen. In ihren Ansprachen wurde betont, wie wichtig es sei, "aus der Geschichte zu lernen, um die Zukunft zu gestalten". Ein Satz, schon häufig despektierlich als "abgedroschen" bezeichnet, der ohne Zweifel nach wie vor Gehalt und Aktualität hat, wie weiterhin unter www.14-tagebuecher.de zu sehen.