Eine zivilcouragierte Gesellschaft?


Wie viel Zivilcourage benötigt eine Gesellschaft?
Spannende Frage, bei der es gewiss auf die Sichtweise der Dinge ankommt.
Auf den sogenannten Standpunkt. Oder etwa nicht?

Tausende Hooligans kamen am letzten Oktobersonntag 2014 in Köln zusammen. Ein Sammelbecken rechter Gesinnung formierte sich zu einer Art Anti-Salafisten-Protest ("Hooligans gegen Salafisten"), nutzte dabei sattsam bekannte Parolen wie "Deutschland den Deutschen" und entrollte Transparente, auf denen u.a. "Zivilcourage für Deutschland" stand.
Ein Verständnis von "Zivilcourage" (der Begriff wird wortwörtlich gern als "Bürgermut" übersetzt), fern von sozialem Mut, Toleranz oder Respekt.

Diese demokratischen Grundwerte bilden jedoch die Basis vieler Organisationen, Vereine, Verbände und ehrenamtlich Engagierter, die im Bereich "Zivilcourage" tätig sind. Bürgerinnen und Bürger aus allen Teilen des Landes, darunter Antifaschisten aus Pirna, Hinterbliebene von Opfern aus Berlin, Pädagogen aus Magdeburg, Bildungsreferenten aus dem Saarland oder Professoren aus Tübingen, trafen sich nun im schönen Heppenheim, unweit von Frankfurt, zum zweiten Mal (nach 2012 in Bremen) zu einem bundesweiten Kongress zum Thema "Zivilcourage".
Das Ziel ist klar: eine bundesweite Vernetzung und Stärkung, um Signale zu senden, was tatsächlich hinter "Zivilcourage" steckt.


Der Vortrag von Prof. Gerd Meyer ist hier dokumentiert.
Nähere Informationen über "HoGeSa" auch bei SPON.