Die Mutter aller Krankenhausserien

Weißkittel-Epos, aseptische Seifenoper, eine Art Operation am offenen Kitsch-Herzen. Sascha Hehn, Gaby Dohm und Co füllten auf Basis des ewig gleichen dramaturgischen Grundgerüsts den Mikrokosmos klinischer Dauerpatienten im Banne des Professors Brinkmann, alias Klausjürgen Wussow: Die grantige Oberschwester, der fidele Pfleger, der komplexe Sohn. Und für die ordentliche Portion Glottertal-Romantik die tüchtige Florence Nightingale; pardon: Schwester Christa.
Den Zuschauern bekam die Serienvisite offenbar bestens. Sie sorgten für exorbitante Einschaltquoten und einen Eintrag ins Guinessbuch der Rekorde. 70 Folgen zwischen 1985 und 1988, später noch ein Special und zwei Filme - die nie kränkelnde „Schwarzwaldklinik“ wurde ein gesundes Stück deutscher Fernsehgeschichte, das mit der Erstausstrahlung im ZDF vor 30 Jahren begann.


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