Cognac für den Kommissar

Es wirkt seltsam, wenn in alten deutschen Serien rund um die Uhr geraucht und getrunken wird. Zigaretten, Pfeife, Schnaps, Bier, Kaffee und gerne mal ein Cognac. Quasi als Inbegriff von Behaglichkeit und Luxus.
In der ZDF-Kultserie "Der Kommissar" roch es in allen 97 Folgen ab 1969 nach Qualm und Sprit. Benebelt die Zeugen, benebelt die Verdächtigen, benebelt die Täter, ebenso die Ermittler. Eigentlich ein Wunder, dass sie alle am 30. Januar 1976 gesund ihren Dienst beendeten.

Die Mutter aller Freitagskrimis im ZDF hatte aber noch ganz anderes zu bieten: Mord und Totschlag, Münchener Flair, Hippies im Englischen Garten, Wohngemeinschaften in wildester Form, Studenten, die grundsätzlich bis nachmittags schliefen und allein deshalb verdächtig waren. Zwischen all diesen Fiesen und Verbrechern kämpfte das Team von Kommissar Herbert Keller meistens aufrecht, manchmal staunend. Walter, der ruhige Pfeifenraucher, Robert, des Kommissars Terrier, Harry, der nassforsche Mädchenschwarm. Ab Folge 72 fuhr Harry dann den Wagen von Oberinspektor Derrick und wurde durch seinen rehäugigen Bruder Erwin abgelöst. Stets verlässlich betreut und umsorgt von Sekretärin Rehbein - mit Kaffee und Bockwurst im Büro.
Wenn einem so viel Gutes widerfuhr - dann war die Zeit gekommen ... für einen Cognac.


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