Super, Wahljahr!

Korruption, Machtmissbrauch, illegale Absprachen, Betrügereien, geheime Papiere, Verbrechen - sind das die Zutaten für Wahlen in Deutschland?
Der dicke Pinselstrich, mit dem der politische Apparat gelegentlich in Serien oder Filmen gezeichnet wird, lässt dies vermuten. So ist es ansatzweise auch in der sechsteiligen Serie "Die Stadt und die Macht", die von Wahlen in Berlin erzählt, von Verstrickungen, dunklen Machenschaften, Sünden der Vergangenheit, Seilschaften, Misstrauen und den großen Dramen in engen Wahlkampfbüros bei kalter Pizza und schalen Getränken.
Im September 2016 wird in Berlin tatsächlich wieder das Abgeordnetenhaus gewählt; im Frühjahr finden in vier Bundesländern Landtagswahlen statt, zudem wählen die Hessen und die Niedersachsen auf kommunaler Ebene. Ein sog. Superwahljahr für Bürger, Politiker, Medien und den Politikbetrieb und natürlich ein astreiner Nährboden für Geschichten wie die von Regisseur Friedemann Fromm, der in seiner Kurzserie einen figurenreichen Bogen spannt und eine Frau in den Mittelpunkt stellt, die gegen viele Widerstände die Kandidatur zur Berliner Oberbürgermeisterin wagt. Großartig gespielt von Anna Loos. Während sie in ihrer Darstellung mitunter zurückgenommen wirkt, tragen andere dicker auf und sorgen so für einen formidablen Spaß an den Figuren. Allen voran Thomas Thieme als Fraktionsvorsitzender und Martin Brambach als Wahlkampfberater.
Sendetermine: 12. - 14. Januar 2016, Das Erste, jeweils 2 Folgen ab 20.15 Uhr.



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