Holocaust 2


Cioma Schönhaus - Ruth Arndt - Hanni Lévy - Eugen Friede

Zeitzeugen des Holocaust, Überlebende des Naziterrors.

1942/43 waren sie junge Menschen; Jugendliche eigentlich noch. In der Blüte ihres Lebens zwang sie das Naziregime zu einem Leben in Angst. Sie entschlossen sich zu einem ungewöhnlichen Weg und leisteten auf ihre Weise Widerstand:

Alle vier versteckten sich in der Masse. Sie entfernten ihre Judensterne, verschafften sich falsche Pässe, blondierten die Haare, tarnten sich als Kriegswitwe. So führten sie ein Leben inmitten des Terrors, voller Angst, zwar "unsichtbar", dennoch ständig in Gefahr, entdeckt zu werden.

Von diesem Mut erzählt Regisseur Claus Refle in seinem montageartigen dokumentarischen Film. Ergänzt durch Spielszenen kommen die vier "Unsichtbaren" in Interviews zu Wort.
Das ist wahrhaft beeindruckend und berührend!


Audio TV-Tipp Die Unsichtbaren
16. Januar 2019 im Ersten



Ebenfalls empfehlenswert und ebenso bemerkenswert: "Das Geheimarchiv im Warschauer Ghetto" - auch dies ein weniger bekanntes Kapitel des Widerstands gegen den Nationalsozialismus, der sich in Polens Hauptstadt Warschau zutrug.

Während der Besatzung formierte sich die jiddische Widerstandsgruppe Oyneg Shabbes unter der Leitung des Historikers Emmanuel Ringelblum. Die Gruppe sammelte Schriften aller Art der jüdischen Mitmenschen. Berichte, Reportagen, Tagebucheinträge oder Briefe. Alltägliches und politisches. Das Archiv umfasste zudem Bilder, Plakate, Skizzen und Zeichnungen und wuchs zu einem authentischen Zeugnis der Verbrechen und des Lebens und Sterbens im Warschauer Ghetto.

Der Film von Roberta Grossmann ist ein eben solcher Schatz, der dieses Kapitel beleuchtet und sowohl mit Spielszenen wie auch dokumentarischem Material emotional unter die Haut geht.


Audio TV-Tipp Das Geheimarchiv im Warschauer Ghetto
22. Januar 2019 im Ersten.

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