Charité

Die neue Staffel "Charité" wendet sich einem ganz besonders skrupellosen Kapitel der deutschen Geschichte zu - den sog. "Reichsausschusskindern". Dahinter steckte das Euthanasie-Programm der Nationalsozialisten, das das gezielte Töten "lebensunwerten Lebens" zum Ziel hatte.

Allein darüber zu schreiben und dieses Vokabular zu nutzen ist unangenehm. Es klingt so sinnlos, asozial, Menschen verachtend. Doch so wollte es das System und nicht wenige haben mitgemacht. Darunter viele Ärzte - auch an der Berliner Charité.

Chef des Krankenhauses war in der Zeit des Nationalsozialismus Professor Doktor Ferdinand Sauerbruch. Eine zwiespältige Persönlichkeit in seiner Beziehung zum herrschenden System, die in der sechsteiligen Reihe von Ulrich Noethen dargestellt wird. Noethen macht das mit all der Klasse, die diesen Schauspieler auszeichnet; was allein sehenswert ist.


Audio TV-Tipp Charité 2. Staffel
ab 19. Februar 2019 im Ersten

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