Klassentreffen

Jan Georg Schütte hat es wieder getan: der gebürtige Oldenburger Schauspieler, Autor und Regisseur hat einen Cast um sich versammelt, mit allen Schauspielern mehrere Tage das Thema und die Beschreibung der Figuren gebüffelt, unzähligen Technikern und Komparsen in Probeläufen alles haarklein erläutert und am Ende aus 7800 Minuten Rohmaterial einen 90 Minuten gefilmt geschnitten.

Ähnlich wie bei "Altersglühen" oder "Wellness für Paare" konnte Schütte dabei auf eine Ansammlung Darsteller in bester Form bauen - und mit Impro kennt er sich ja schließlich aus.

Das Ergebnis ist großartig. Humorvoll und tragisch, oberflächlich und tief, böse und nett. All die Gegensätze des Lebens, so wie sie jeden Tag aufeinanderprallen, finden sich auch in diesem Film. Kein Wunder: handelt es sich doch um ein Klassentreffen. 25 Jahre nach Schulschluss.

Weil die meisten von uns diese Veranstaltungen kennen bzw. mitgemacht haben, lässt sich all die Fremdscham, der Schmerz und das Mitleid kaum ertragen. Außer mit Humor!


Audio TV-Tipp Klassentreffen
6. März 2019 im Ersten

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