Wilde Dynastien

Es ist das ewige das Lied von Feuer und Leid, von Missgunst und Neid. Der Verrat regiert, alte Freundschaften brechen, neue Verbündete finden sich, der Kampf um die Macht tobt im Reich.

Was sich nach "game of thrones" anhört ist in Wirklichkeit eine fünfteilige Tierdokumentation - aber keineswegs weniger spannend. Denn im Reich der Tiere geht es wahrhaftig um Leben und Tod.

Auftakt der faszinierenden Reihe bildet die "Revolte der Schimpansen". Ein hartes und brutales Ringen um die Macht und die Fortführung einer Dynastie mit schier unfassbaren Aufnahmen. Filmfans werden sich an den "Planet der Affen" erinnert fühlen. In der Tim Burton-Version natürlich.

Die weiteren Folgen zeigen die dynastischen Kämpfe von Pinguinen, Löwen, Tigern und Wildhunden. Immer montags.


Audio TV-Tipp Wilde Dynastien
ab 18. März 2019 im Ersten

Die Akte BND

Sieben Jahre recherchierte der Bremer Journalist Rainer Kahrs an diesem Thema: die Verstrickungen der Bremer Reederei Beluga in illegale Waffenexporte in Krisen- und Kriegsregionen.

Umso erstaunlicher, dass Kahrs eine ganze Reihe Gesprächspartner gefunden hat, die durchaus bereit waren, hierüber zu reden. Allerdings nicht offen und ehrlich - und schon mal gar keiner vom Bundesnachrichtendienst.
Dabei wäre es ausgesprochen interessant gewesen, wie die Bundesbehörde es begründet, dass einer ihrer Mitarbeiter mit dem Tarnnamen "Klaus Hollmann" offenbar in Waffenlieferungen verwickelt war. Er war der Kontaktmann zur Bremer Reederei und zu dessen Chef Nils Stolberg.

Hochspannend, was Kahrs da alles ausgegraben hat!
Ebenso auch sein direkt anschließender Film über Gerhard Mertins. Ein ehemaliger SS-Mann, der in der Gründungsphase des BND zu einem weltweit agierenden Waffenhändler aufstieg. Mit freundlicher Unterstützung der Bundesbehörde.


Audio TV-Tipp Die Akte BND
11. März 2019 im Ersten

Beefsteak Tartar

Mutter Courage und ihre Kinder, das Leben des Galilei, Baal, die Mutter, Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny, die Dreigroschenoper, der kaukasische Kreidekreis, Herr Puntila und sein Knecht Matti.

Die Liste der bemerkenswerten Stücke von Bertold Brecht ist noch deutlich länger. Hinzu kommen seine Gedichte und Lieder, die politischen Texte, die Inszenierungen, die Drehbücher.

"Ich bin der letzte Dichter der deutschen Sprache, das letzte deutsche Genie", so sagte er über sich selbst - und wer sich eingehender mit seinem Schaffen beschäftigt, kann durchaus zu einem ähnlichen Urteil kommen.

Nur wenige Menschen haben sich so eingehend mit Bertold Brecht beschäftigt wie Heinrich Breloer. Der Regisseur und Autor ("Die Manns", "Todesspiel" oder "Buddenbrooks"), der als Erfinder es Formats Dokudrama gilt, erzählt von seinen ersten Berührungen mit dem Dichter und Dramatiker, seinen ersten Schritten beim Fernsehen und der zufälligen Begegnung mit Brechts erster Liebe Paula Banholzer.

Ein mächtiger Film - zwei Teile, drei Stunden. Prallvoll!


Audio TV-Tipp Brecht
15. März 2019 auf Arte
27. März 2019 im Ersten